Geologie
Vor
350 bis 400 Millionen Jahren befand sich dort, wo heute die Kalkeifel
ist, ein warmes, tropisches Meer. Es wuchsen Riffe, gebildet von Korallen
und Stromatoporen, das Wasser war kaum tiefer als 40 Meter. Im Laufe
der Jahrtausende wurden mehrere hundert Meter an Sediment abgelagert,
vorwiegend Kalke und feine Sande. Die Schichten lagen waagerecht aufeinander.
Im Laufe der Jahrmillionen wurde das Gebiet tektonisch gehoben, die
Sedimente komprimiert, es bildeten sich Kalk- und Sandsteine. Es stand
durch unterschiedlich starke Hebung eine Struktur aus Sätteln
und Mulden, die stellenweise von Störungen durchzogen sind.
Die in der Umgebung des Eifel-Camps zu findenden Gesteine sind der
geologischen Zeit des Mitteldevons zuzuordnen und werden unter dem
Namen Freilinger Schichten geführt. Die Mergel (ganz feine Sandsteine)
und Kalke dieser Schichten sind reich an Fossilien und bekannt für
ihre Crinoidenreste (Seelilien), aber auch Korallen, Stromatoporen,
Brachiopoden, Mollusken und Trilobiten sind leicht zu finden. Die
Überreste dieser Fauna füllen oftmals gesteinsbildend die
Kalke und Mergel der Eifelkalkmulden.
Immer wieder, besonders im Tertiär und Quartär, gab es
Phasen von Vulkanismus, der aber vorwiegend südlich (Vulkaneifel)
und zum Teil östlich (Siebengebirge) des Eifel-Camps zu finden
ist; Schichten aus Asche und Tuff stehen aber auch in der Gegend um
Freilingen an.
Der Geopfad Blankenheim zeigt anschaulich auf Übersichtskarten
und vielen Schautafeln an insgesamt ca. 30 interessanten Aufschlüssen
dem Wanderer die Geologie und die Besonderheiten der Region. Der Lehrpfad
reicht von der Ahrquelle über Rohr und Freilingen bis ins Ahrtal,
Kartenmaterial gibt es bei der Gemeinde Blankenheim.
Wer auf eigene Faust auf Fossiliensuche gehen möchte, findet
in der Umgebung des Eifel-Camps an Weganschnitten, Steinbrüchen
und anderen Aufschlüssen viele Möglichkeiten hierzu. Es
empfiehlt sich die Mitnahme eines Hammers, um die Fossilien freilegen
zu können, für die genauere Betrachtung sollte man eine
Lupe bei sich führen.