Zu den einmaligen Wacholderheiden am Lampertstal
Die Fahrradschleife erschließt zwei Naturschutzgebiete,
in denen man die Seele baumeln lassen kann.
Eifel - „Natur pur“ bietet eine Fahrrad-Schleife vom
Ahrtal aus durch die Naturschutzgebiete von Schafbachtal und Lampertstal.
Die Route beginnt und endet am Wanderparkplatz kurz hinter der Abzweigung
von der Bundesstraße 258 am „Ahrhaus“ in Richtung
Ripsdorf. Dort gibt es auch eine Anbindung an den Ahrtalradweg. Die
in rund zwei Stunden locker zu fahrende Tour ist familienfreundlich,
wenngleich bei einer Steigung wohl „Schieben“ angesagt
ist.
Nach dem Start am Wanderparkplatz folgt man zunächst nach links
dem Wirtschaftsweg durch das Schafbachtal. Die Fahrt geht im Frühling
und Frühsommer bei kaum merklicher Steigung durch ein Blütenmeer
auf den Wiesen beiderseits des Schafbaches. Nach einiger Zeit quert
der ausgeschilderte Radweg „R 28“ den Wirtschaftsweg.
Hier biegt man links ab und folgt bergauf durch den Wald dem Radweg
in Richtung Hüngersdorf. Die Steigung ist recht steil, so dass
ungeübte Biker wohl bald schieben werden. Doch die Mühe
lohnt sich. Sobald sich der Wald lichtet, hat man die Hochebene erreicht,
die weitere Tour wird nun zum Kinderspiel. Der Weg führt durch
den Ort Hüngersdorf. Am jenseitigen Ortsausgang, in Höhe
des Friedhofs, biegt man rechts ab auf einen Wirtschaftsweg, über
den man nach wenigen Kilometern den Ort Ripsdorf erreicht. Über
die Hauptstraße des Dorfes folgt man der Kreisstraße 43
in Richtung Alendorf. In steiler Schussfahrt geht es bald talwärts
nach Alendorf.
Südländisches Flair
Linker Hand erkennt man den mit einem Gipfelkreuz markierten „Kalvarienberg“,
dessen üppige Wacholder-Vegetation weit und breit einmalig sein
dürfte. Der Wacholder verleiht dieser Landschaft ein beinahe
südländisches Flair.
Am niedrigsten Punkt der Durchgangsstraße in Alendorf orientiert
man sich nach links ins Naturschutzgebiet Lampertstal. Hier muss man
darauf achten, dass man - talabwärts blickend - auf den Weg links
des Lampertsbaches kommt. Das 659 ha große Naturschutzgebiet
Lampertstal zeigt einen typischen Landschaftsausschnitt der Kalkeifel
mit sehr hoher Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Hier
finden sich ausgedehnte, naturnahe Kalkbuchenwälder, die von
Schafen beweideten Kalkmagerrasen und zahlreiche Blumen-Bergwiesen.
Selbstverständlich sind auch die Radfahrer gehalten, diese Landschaft
zu schützen.
Im weiteren Verlauf des allmählich abfallenden Tales wechselt
der Radweg auf die rechte Talseite, bevor man in der Nähe einer
alten Teichanlage auf den neuen Ahrtalradweg stößt. Hier
biegt man an einer Brücke nach links ab. Mit leichtem Anstieg
führt dieser Weg zurück bis zu einem alten Eisenbahnviadukt,
mit dem die Bahn ehedem die Ahr und die Bundesstraße überquerte.
Rund hundert Meter vor Erreichen des Viaduktes biegt der Weg zurück
zum Wanderparkplatz links ab. Aber es lohnt sich, die kurze Strecke
weiter zu radeln, um vom Viadukt aus einen weiten Blick auf die üppige
Flusslandschaft des Ahrtals zu werfen. Der Abzweigung vom Ahrtalradweg
folgend, erreicht man nach wenigen hundert Metern wieder den Ausgangspunkt
im Schafbachtal.
(Kölner Stadt-Anzeiger, 02.06.05)