Alles andere als nur „harte Kerle“
Die „Transalp-Freunde" trafen sich am Wochenende
im Eifel-Camp in Freilingen
FREILINGEN. Zelten, grillen, Motorrad fahren - und das mit gleich
Gesinnten: Einem echten Biker gefallen wohl wenige Dinge so gut. Unter
dem Motto „Back to the roots“ veranstalteten die „Transalp-Freunde
Deutschland“ ihr jährliches internationales Treffen, zu
dem diesmal ins Eifel-Camp am Freilinger See eingeladen wurde. Trotz
bescheidenem Wetters waren 105 Teilnehmer dem Ruf der Straße
gefolgt und hatten sich aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden,
Österreich, der Schweiz und Schweden auf den Weg in die Eifel
gemacht, um von Donnerstag bis Sonntag am seit 1993 stattfindenden
Treffen teilzunehmen.
Sogar mit Kindern und Hunden
Mancher, der von Bikern redet, erliegt der Illusion, es handele sich
nur um „harte Kerle“. „In unserem Club gibt es genau
so viele weibliche Biker, ebenso nehmen Pärchen und Eheleute
an solchen Treffen oder Touren teil, manche sogar mit ihren Kindern
oder Hunden“, sagt Marc Janson aus St. Augustin, Pressesprecher
der „Transalp-Freunde“.
So kommt es, dass der Stamm der etwa 300 aktiven Mitglieder aus 18-
bis 65-Jährigen besteht, die eines verbindet: Die Leidenschaft
zum Motorradfahren. Jedoch nicht mit jedem x-beliebigen Motorrad,
das Herz der „Transalp-Freunde“ schlägt, wie schon
der Name verrät, für die gleichnamige Reise-Enduro von Honda.
An regionalen Stammtischen tauscht man sich über technische Dinge
und Reiseerlebnisse aus. Janson: „Wir sind wie eine große
Familie, unabhängig von nationalen Grenzen haben wir einfach
Spaß, unser Hobby auszuüben.“ Auch Erste-Hilfe-Kurse,
Enduro-Kurse oder organisierte Touren gehören zum Angebot des
Clubs.
Im Eifel-Camp waren die „Transalp-Freunde“, wie im übrigens
alle Motorradfahrer, herzlich willkommen, wie Camp-Geschäftsführer
Ernst Lüttgau betont: „Wir freuen uns, dass die Leute in
unser Camp kommen, um von dort aus die schönen Strecken der Eifel
zu erkunden.“
Mit seinem Personal bereitete Lüttgau den Bikern im eigens dafür
aufgestellten Festzelt jeden Morgen ein Frühstück, die Verpflegung
am Abend übernahm die Metzgerei Engel aus Blankenheim. „Das
Programm tagsüber war nicht festgelegt, jeder konnte einzeln
oder in Gruppen touren“, erklärt Mitorganisator Peter Lohmüller.
Die Motorradfahrer steuerten Sehenswürdigkeiten an oder machten
von den von „Transalp“ ausgearbeiteten Streckenvorschlägen
in den Roadbooks Gebrauch.
Eine von allen Bikern getragene Spende werden die „Transalp-Freunde“
an den Verein „MehrSi“ übergeben, der es sich zur
Aufgabe gemacht hat, die Sicherheit der Motorradfahrer zu verbessern.
Zur Demonstration hatten die „Transalp-Freunde“ eine Leitplanke
im Festzelt aufgestellt, einige Meter ohne, einige Meter mit dem von
„MehrSi“ in allen scharfen Kurven geforderten Unterfahrschutz,
der die Todesfalle Leitplanken-Stützpfosten beseitigen soll.
Infos zu den „Transalp-Freunden“ gibt Marc Janson unter
der Telefonnummer (0 22 41) 23 51 30) oder im Internet: www.transalp.de.
(Kölnische Rundschau, 10.05.05)